Es wurde wieder eingekehrt
Liebe Geschwister, am 27.03.10 haben wir wieder Einkehrtag gefeiert. Mittlerweile der 24. aber immer noch der wohl ereignisreichste Tag im Jahr für uns. Um die 190 Gäste konfessioneller Selbsthilfegruppen aus dem ganzen Brandenburger und Berliner Land kehrten bei uns ein, um Gemeinschaft miteinander zu haben. Das ist jedes Jahr eine große Aufregung für uns. Zum einen freuen wir uns auf bekannte Gesichter (wieder ein Jahr trocken überstanden), aber auch auf neue Bekanntschaften (diesmal waren viele junge Leute dabei).
Zum andern ist da das Organisatorische. Haben wir an alles gedacht? Wird das Essen reichen? Und da kann ich Euch sagen, waren wir sehr überrascht. Eigentlich hatten wir mit ca. 150 Gästen gerechnet und dafür bei Euch um Kuchenspenden gebeten. Nun kamen aber erheblich mehr und Ihr könnt Euch sicher vorstellen was eine solche Menschenmenge, vorwiegend Männer (und trockene Alkoholiker scheinen besonders gut ausgeprägte Geschmacksnerven für Selbstgebackenes zu haben) an Kuchen verdrücken kann. Die Überraschung war, der Kuchen hat gereicht und es war sogar noch eine Kleinigkeit zum Naschen übrig. Vielen Dank noch mal an alle fleißigen Bäcker (natürlich unsere so treuen älteren Geschwister und auch den vielen jüngeren (sogar Gemeindebrief 05/2010 9 Männer, die Muttis Rezept ausprobiert haben)). Das war Klasse. Das Thema für dieses Wochenende lautete „Die Macht der Erinnerung“. Thomas Nachtigall hat dazu einen sehr interessanten Vortrag gehalten. Eine Reise in die Vergangenheit und wie wir heute damit umgehen können. Die Band „Licht“ hat uns wie jedes Jahr musikalisch unterhalten. Gegen 16:00 Uhr hieß es dann wieder Abschied nehmen und sich auf den nächsten Einkehrtag freuen. Auch der darauf folgende Sonntag wurde durch das Blaue Kreuz gestaltet. Thomas Nachtigall hat über das Thema vom Vortag eine Predigt gehalten und natürlich waren auch die „Lichter“ wieder dabei, um uns mit ihrer Musik zu erfreuen. Das Besondere für uns an diesem Tag war die offizielle Bekanntgabe, das Bruder Jürgen Schönnagel sein jahrelanges Amt als Vorstandsvorsitzender des Ortsvereines Potsdam niedergelegt hat und diese Aufgabe jetzt Bruder Michael Fleschner übernimmt. Michael hat uns dann aus seinem Leben erzählt und wie er damals in die Gruppe kam und Christ wurde. Da gab es einiges zum Schmunzeln, aber auch Nachdenkliches, vor allem aber gab es viele Wunder. Jürgen wird uns als „Ehrenvorsitzender“ auch zukünftig zu Seite stehen und führt auch die Gefängnisarbeit weiter. Wir haben gleich die Gelegenheit genutzt Jürgen einmal für sein Gesamtwerk danke zu sagen und natürlich auch seiner Frau Sigrid für die vielen Stunden der Entbehrung und dass sie diese Arbeit mitgetragen hat. Sicher sind beide Gottes Werkzeuge, aber auch dazu muss man bereit sein sich einsetzten zu lassen. Und eins ist zweifellos, einige von uns würde es ohne diese beiden heute nicht mehr geben. Auch unser Pastor Michael Lefherz hat Dankesgrüße und einen schönen Blumenstrauß überbracht, das war toll. Dadurch hat der Gottesdienst fast zwei Stunden gedauert, aber bis zum Schluss kam keine Unruhe auf. Danke für Euer Interesse und Eure Aufmerksamkeit. Das war ein sehr gelungenes und ziemlich emotionsgeladenes Wochenende und was wir dabei erfahren haben, will ich Euch gerne weitersagen: JESUS CHRISTUS LEBT!
Diana Schwarz, Blaues Kreuz Potsdam
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