An(ge)dacht

„Der Herr heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.“ Psalm 147,3

Es gibt Worte in der Bibel, die so kraftvoll sind,

dass ich mich nicht satthören kann. Der Vers aus Psalm 147 ist solch ein kraftvolles, unbedingtes Wort, und es ist bei aller Kraft ein schweres Wort. Viele, wenn nicht jede und jeder von uns kennen schwere Momente und Verletzungen, einige von uns wahrscheinlich auch das zerbrochene Herz. Das Wort spricht in diese unsere Verletzlichkeit und Verletztheit hinein. Es spricht unsere Zerbrechlichkeit und Zerbrochenheit an. Es spricht den Schmerz aus.

“Der Herr heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.“

Lasst uns diesen Vers im Herzen bewegen und Gott bitten, dass er die Wunden verbindet.

Lasst uns einander vor Gott ins Gebet bringen, mit dem Flehen darum, dass er Wunden verbindet.

Lasst uns die eigenen Wunden Gott anvertrauen, und die der Gemeinde. „Der Herr heilt…“

Lasst es uns üben, die Wunden vor Gott zu bringen, in der Hoffnung, dass nicht aus einer kleiner Wunde ein große Infektion entsteht. Er möchte sie verbinden. Wir müssen sie nicht vor ihm verstecken. Er hält unseren Schmerz aus und möchte heilen. „Der Herr heilt, die zerbrochenen Herzens sind.“ Noch tiefer, als die Heilung des zerbrochenen Herzens ist, möchte er uns begegnen. Er will nicht nur das zerbrochene Herz heilen und die Wunden verbinden, sondern UNS heilen, was noch viel mehr zu sein scheint.

Zärtlich hören sich diese Worte für mich an. Zärtlich und zugewandt begegnet uns Gott in diesen Zeilen. Lasst uns ihm unser Herz zeigen, mit den Verletzungen, den Narben, den Wunden, mit dem Schmerz und der Zerbrechlichkeit. „Der Herr heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet unsere Wunden“.

Vielleicht gelingt es, auch die anderen Verse dieses Psalms zu beten. „Unser Herr ist groß und von großer Kraft, und unermesslich ist seine Weis­heit.“ (Vers 5).

EK